Die Olive – Eine Begeisterung die bleibt!

Die Olive – wo kommt sie her und was kann sie eigentlich. Schließlich wird sie in höchstem Maße verehrt, besungen und als grünes Gold der Götter bezeichnet. Trotzallem ist sie uralt und irgendwie doch voll im Trend. Wie macht sie das?

Ganz einfach! Sie vereint alles – Tradition, wie auch Moderne und fasziniert auf jeder Ebene. Den kleinen Einstiegskurs der Olivenfreaks, bekommst du heute von mir.

 

Wie kam ich eigentlich zu dieser Begeisterung?

Ganz banal über ein Studienfach, das ich aber eigentlich nur zum Spaß belegt hatte. Und doch führte es mich zu einer Begeisterung der Olive wie ich es mir nie hätte vorstellen können. Ein 5Minuten Seminarvortrag war ausschlaggebend. Mit dem Titel „Olive als Topf- und Zimmerpflanze“ war der Anfang meiner kleinen eigenen Passion. Es folgte eine umfangreiche Seminararbeit und Besuche einiger Olivenhaine in Kroatien und Spanien. Nun ergänze ich das Ganze durch diesen erste Blogartikel und die anstehende Bachelor-Thesis. Ja man kann zu Recht behaupten, es hat mich gepackt ^^.

 

Olive als Zeitzeuge vieler Jahrtausende

Seit Jahrhunderten gibt es Mythen und Geschichten über den Ölbaum und sein „grünes Gold – das Geschenk der Götter“. Doch ist bis heute nicht genau bekannt wo die Olive ihren Ursprung hat. Wilde Spekulationen reichen von Gegenden zwischen Iran und Syrien bis nach Asien.

 

 

Die aber weitverbreitete und wahrscheinlichste Meinung bezieht sich auf den Mittelmeerraum. Noch heute sind die meisten Olivenbäume dort zu finden sind. Damals in der Blütezeit der Ägyptern, Griechen und Römern wurden Oliven bereits als Tafelfrucht und als Öls genutzt. Vor allem das Olivenöl galt damals in jeder Kultur als besonders heilig und wurde bei vielen Ritualen und Salbungen verwendet. Doch auch dem Baum an sich wurde eine wichtige Stellung beigemessen.

 

Status

Im Alten Testament steht der Olivenzweig als Zeichen des Friedens und bei den Olympischen Spielen in Griechenland als Zeichen des Sieges. Es finden sich darüber hinaus sowohl im Koran, als auch in der Thora bereits Erwähnungen über den Anbau wie auch die spirituelle Bedeutung der Olive. Überbleibsel und Spuren der damaligen Bäume und ihrer Verwendung wurden am Nil, in Palästina, in Oasen Libyens und vermehrt auf der griechischen Insel Kreta gefunden. Damit zählt die Olive und ihr Olivenöl, neben Wein und Weizen zu den langlebigsten und ältesten Kultur- und Nahrungsmittelpflanzen.

 

 

Verbreitung

Ihre großzügige Verbreitung begann zuerst ausschließlich im Mittelmeerraum während der Zeit der Eroberungen und der Ausweitung des Handels durch die Griechen, Etrusker und Karthager. Die große Vielfalt der damals entstandenen und verbreiteten Sorten, prägt noch heute das Erscheinungsbild vieler Landschaften. Die weiten Olivenhaine gehören einfach in das mediterrane Landschaftsbild, wie die Palmen in die Karibik.

 

Olive - Olivenhain

 

Obwohl der Olivenbaum durch viele Exporte auch in die entlegensten Ecken der „neuen Welt“ wie Australien oder Asien gelangte, ist sie doch stets eine mediterrane Kulturpflanze geblieben. Noch heute stehen über 90% der Olivenbäume in Ländern die direkt an das Mittelmeer angrenzen. Den sogenannten Anrainerstaaten des Mittelmeers.

 

Heute

Der älteste heut noch lebende Olivenbaum steht in Ano Vouves auf Kreta und hat erstaunliche 4000-5000 Jahre auf dem Buckel. Genauere Angaben der Forscher sind leider nicht möglich, da der Baum hohl ist. Aufgrund seines Umfangs, dem Wurzelwerk, der Größe und dem fehlenden Inneren des Stamms muss er aber älter als 3000Jahre sein.
Was er uns wohl alles über den Wandel seiner Umgebung erzählen könnte. Dieser Gedanke kommt mir auch oft vor den großen knorrigen Bäumen bei meiner Verwandten in Kroatien. Sie waren schon da, bevor irgendwer überhaupt an mich dachte und werden den Landschaftswandel wohl noch immer beobachten, wenn wir alle schon lange nicht mehr sind. Huiii da wird man ganz schön nachdenklich 

 

 

Verwendung

Heute werden die Olive und ihr Öl jedoch nicht nur allein zum Verzehr der mediterranen Küche genutzt sondern in fast allen Sparten des alltäglichen Gebrauchs verwendet.

 

 

Aufgrund der geringen Krebs- und Herz-Kreislauferkrankungen in Südeuropa wurde die Medizin nach einigen Forschungen und Untersuchungen auf die gesunde Wirkung des Olivenöls aufmerksam. Es wurde dabei festgestellt, dass es sowohl als Cholesterin-Senker, wie auch als Vitamin E Lieferant hervorragend geeignet ist. Daraufhin wurde sie nun zunehmend als Wundermittel in der Pharma- und Kosmetikindustrie eingesetzt.

 

 

Als Nahrungsergänzungsmittel, Beruhigungsmittel, Badezusätze, Lotionen oder
Lippenstifte können sich nun alle mit dem gesunden Image der Olive schmücken. Aber nicht nur das Öl erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit, auch der immergrüne Baum, wurde zu einer Trendpflanze erklärt und ziert heute vielerorts die Gärten, Terrassen oder Räumlichkeiten - sowohl als Pflanze oder Möbelstück.

 

Lebensbedingungen der Olive

Der immergrüne Baum mit seinen kleinen edlen dunkelgrün-silbrigen Blättern und knorrigen starken Stämmen steht oftmals wie ein Fels in der kargen mediterranen Landschaft. Die Lebensbedingungen unter denen sich diese störrischen Bäume pudel wohl fühlen, würde wir wohl alle eher als lebensfeindlich betrachten. Teilweise über Wochen anhaltende Trockenheit, harte-, nährstoffarme Böden und sengende Hitze. Wer würde sich da nicht wohl fühlen  Der Olive aber gefällt es und würde im Gegensatz bei zu hohen Niederschlägen und Nährstoffüberfluss ganz schnell zu kränkeln beginnen.

 

 

Die Olive in Gefahr?

Leider hat dieses mediterrane Gehölz seit einigen Jahren mit Krankheiten und Schädlingen zu kämpfen, die wohl auch auf den Klimawandel zurück zu führen sind. Von der raschen Ausbreitung des Feuerbrand-Bakteriums Xylella Fastidiosa das in Süditalien schon über 8000ha Olivenhaine an den Rand der Vernichtung geführt hat, bis hin zur Überpopulation der Olivenfliege und starken Witterungs-Unregelmäßigkeiten hat der Baum Europaweit in den Vergangenen Jahren ganz schön zu kämpfen. Da kann man nur hoffen, dass wir endlich Wege finden in Einklang statt gegen die Natur zu leben, damit auch in weiteren 8000 Jahren mit Stolz von ihr berichtet werden kann.

 

 

Du bist auch so scharf auf die Olive wie ich? Dann schau hier gerne öfter rein. Regelmäßig werde ich Infos rund um die Kultivierung, ihre Verarbeitung und gängige Schädlinge & Krankheiten veröffentlichen. Immer mit einer ordentlichen Portion Tipps von meiner Seite 

 

Natürlich findest du hier auf dem Blog auch weitere interessanten Infos rund um heimische & internationale Nutzpflanzen und ihre Verwendung. Während wir als Travelling-Planet um die Welt ziehen, sind wir ständig auf der Suche nach neuen pflanzlichen Leckereien aus der Natur.

 

Auch du bist Fan der Olive und kannst meine Bewunderung verstehen? Oder hast du vielleicht Tipps für mich? Dann ab in die Kommentare. Loblieder und Gedichte über den Olivenbaum werden aber auch gerne gehört. ^^

Ab in den Garten ! 

Bis dann -
Pia

2 thoughts on “Die Olive – Eine Begeisterung die bleibt!

  1. Hallo! Euren Reiseblog verfolge ich schon, den kannte ich noch nicht! Ich mag das Garteln auch sehr gerne. Mit den Oliven und mir hat es leider noch nicht geklappt, dafür wuchern Kiwis und Feigen bei uns 🙂
    Werde ab sofort auch hier öfter rein schauen! Liebe Grüße Ines

    1. Hi Ines,
      oh wie schön, dass wir dich schon bei Travelling-Planet willkommen heißen konnten.
      Natürlich bis du mit Gin des Lebens auch nicht unbekannt für mich/ uns 🙂 Man kennt sich schließlich unter Kollegen ^^

      Hoffentlich kann ich (pia) dich hier auch überzeugen.
      Kiwis und Feigen im eigenen Garten sind so toll. Sicher wird es demnächst auch ein Lobgesang über die Feigen geben. Nach den Oliven mein zweiter kleiner Liebling der heimischen Nutzpflanzen 🙂

      Danke für deinen Kommentar
      Liebe Grüße
      Pia

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