Warum die Bauernregeln gerechtfertig sind!

Oh was ging in den letzten Wochen für ein Aufschrei durch die Medien. Was wurde die Veröffentlichung der Bauernregeln von Umweltministerin Hendriks gehypt und in den Nachrichten zerpflückt. Nun hat sie sich dafür entschuldigt! Ich finde das ganz schrecklich.

 

Was die Bauernregeln bezwecken sollten:

Es sollte eine nette Idee sein, mit lustig gedichteten Sprüchen auf einige Missstände in der Landwirtschaft hin zu deuten. Sei es die Massentierhaltung bei dem einem Schwein gerade einmal 0,7m² Platz zusteht oder die falsche und übermäßige Düngung unserer Felder.

Es ist Fakt, dass das Bienensterben auch hier bei uns in Deutschland zu einem immer größeren Problem wird. Zu Hauptzeiten der Spritz- und Düngemittelausbringung können in landwirtschaftlichen Regionen die toten Bienen teilweise mit dem Besen von der Straße gefegt werden. Am schlimmsten hatte ich es im Rheingau in der eigentlich wunderschönen Rebenlandschaft erleben müssen.

 

 

Mit diesen kleinen Bauernregeln sollte einfach mal wieder an die gute fachliche Praxis erinnert werden, die eigentlich jedem Landwirt geläufig sein sollte. Sie beinhalten die Grundlagen einer umweltverträglichen Bewirtschaftung unserer Felder. Nur leider halten ziemlich wenige daran.

Dort sollten diese Bauernregeln ursprünglich ansetzen. Eine Bewegung in das nervig starre System - „haben wir schon immer so gemacht“ - bringen und ein bisschen zum umdenken anstoßen.

 

Warum sich einige gar nicht aufregen müssen

Denn ganz viele Landwirte, besonders der jungen Generation sehen sich selbst in der Verantwortung mit der Natur zu arbeiten, statt gegen sie. Solche müssen und werden sich von den Bauernregeln sicher auch in keinster Weise negativ angegriffen fühlen. Also ich würde es an ihrer Stelle nicht. Wenn ich nichts zu verbergen habe oder reinen Gewissens arbeite, rege ich mich über derlei „Maßregelung“ sicherlich nicht auf.

Alle die jetzt auf die Barrikaden gehen, wissen wahrscheinlich im Grunde ihres Herzens, dass viele Praxisüblichen Vorgehensweisen nicht besonders umweltgerichtet sind. Sie sind effizient und wirtschaftlich, aber sonst nichts. Hier gilt es ganz klar anzusetzen und ein Umdenken anzustreben.

 

Warum die Bauernregeln gerechtfertigt sind !

Wir sollten endlich aufhören uns wegen jedem Kleinscheiß immer die Diskriminierungsfahne zu schnappen. Es muss aus landwirtschaftlicher Sicht in unserem Land etwas passieren, wenn wir auch in ein paar Jahrzehnten noch eigene Kulturen pflanzen wollen. Nicht ohne Grund wurde Deutschland gerade wegen zu hoher Nitrat-Werte verklagt.
Umweltbewusste Betriebe müssen in ihrem Handeln bestärkt werden und ihre harte Arbeit muss sich endlich lohnen. Aber alle die meinen viel Dünger/Spritzmittel bringt viel, sollten endlich mal eine gehörige Nachhilfestunde in Nachhaltigkeit und Phytomedizin erreichen. Wir haben schließlich nicht mehr 1960!

 

 

Wenn der einzige Weg der Regierung aktuell ist diese Starrköpfe mit gedichteten Plakaten auf ein Problem aufmerksam zu machen, sollte ihnen das doch eigentlich ganz gelegen kommen. Wenn du dir die Bauernregeln nun einmal sebst einmal ansehen möchtest um ein eigenes Urteil zu fällen - hier gehts zum Download!

 

Wie stehst du zu diesen Bauernregeln? Hast du dich auch so angegriffen gefühlt wie viele Landwirte im Land? Lass uns eine offene Diskussion darüber führen. Ich würde gerne deine Meinung dazu erfahren.

Oder bist du vielleicht gleicher Ansicht wie ich. Dann nehme an auch unserer Gesprächsrunde teil. Vielleicht hast du ein paar weitere tolle Ansätze wie wir die Landwirtschaft gemeinsam in die Zukunft führen können.

Bis bald !
Pia

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